öffentliche Vorstandssitzung im Holzland mit Schwerpunkt Agrogentechnik
Mit Bedacht hatte der Kreisverband der Erdinger ödp seine öffentliche Vorstandssitzung ins Erdinger Holzland verlegt. Tagte doch in Hofstarring gleichzeitig im gleichen Gasthaus der Bauernverband. Deshalb stand das Thema Agrogentechnik auch bewusst im Mittelpunkt. Barbara Greimel, von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft unterstützte als Referentin die Sitzung mit ihrer umfassenden Kenntnis. Aktuell wurde über den Kreistagsantrag der ÖDP diskutiert, der Landkreis möge ein agrogentechnikfreier Landkreis werden und dies in seinen eigenen Institutionen umsetzen.
Ärger hatte dazu die Beschlussvorlage für die kommende Strukturausschusssitzung am 21.11. verursacht, die in keiner Weise auf den Inhalt des Antrags eingeht, sondern wieder einmal die Befassung mit der Thematik wegen angeblich fehlender Zuständigkeit des Landkreises ablehnt. Der Vorstand wertete dies als glatte Verfehlung des Themas und vergab die Schulnote 6. Dies werde man nicht so hinnehmen, sondern ein erneutes Protestschreiben an den Landrat richten und notfalls Hilfe der kommunalen Aufsichtsbehörde in Anspruch nehmen.
Pikant ist, dass der Landkreis damit einer Empfehlung des Umweltministeriums entgegenhandelt, das das Prädikat „Gentechnikfreie Kommune“ vergibt. Mehr als 100 Kommunen und Landkreise in Bayern haben sich mittlerweile zur gentechnikfreien Kommune erklärt. Siehe hierzu http://www.stmug.bayern.de/umwelt/gentechnik/kommunen/index.htm
Gerade heute erreichte uns eine weitere Meldung von Umweltminister Huber über die Verleihung von Umweltmedaillien unter anderem auch an Kommunen, die den gentechnikfreien Anbau unterstützen. (siehe Anlage)
Dazu Kreisrat Jobst: Überall ist offenbar die Zuständigkeit gegeben, nur in Erding nicht.
Es kann nur vermutet und gerätselt werden, ob dies unter Umständen damit zu tun hat, dass in der CSU-Fraktion des Erdinger Kreistags ein Bundestagsabgeordneter und erklärter Lobbyist der Agrogentechnik sitzt.
In der weiteren Sitzung berichtete Kreisvorsitzender Stephan Treffler über die Arbeit der ödp-Fraktion zur Hälfte der Wahlperiode. Dabei zog sich wie ein roter Faden die Ablehnung sämtlicher ödp-Anträge im Kreistag durch. Ein Trost ist jedoch, dass sich die zuerst abgelehnten Forderungen nach längerer Zeit doch durchsetzen. Als Beispiele nannte Treffler den Atomausstieg und die Energiewende.














