Hat die ÖDP bei ihrem Anspruch als „Bündnis für Familien“ nicht eine recht altmodische Sicht auf Erziehung und die Rolle der Frau dabei?
Nein, es ist sicher nicht altmodisch, das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt der Politik zu stellen. Wir glauben nach wie vor, dass ein liebevolles Elternhaus die beste Voraussetzung für Erziehung ist.
Deshalb fordern wir ein Erziehungsgehalt, also eine finanzielle Anerkennung der wichtigen Erziehungsleistung der Eltern. Ob die Eltern dann dafür außerhäusige Betreuung einkaufen, z.B. eine Tagesmutter oder einen Krippenplatz, oder ob ein Elternteil zu Hause bleibt und sich vorrangig um die Kinder kümmert, bleibt allen Familien und Erziehenden selbst überlassen.
Damit hat jede Frau und hat jeder Mann die freie Wahl, ob er eine berufliche Karriere abstrebt oder die Verwirklichung in der Erziehung der Kinder sucht. Derzeit zählt allein die berufliche Karriere, Hausfrauen und -männer erfahren kaum die verdiente Anerkennung.
Wir wollen den Menschen keinen Lebensstil vorschreiben, wie dies alle anderen Parteien derzeit machen, indem sie einseitig und ausschließlich die Betreuung der Kinder in Krippen fordern.
















