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ÖDP sammelt Unterschriften für das Volksbegehren "Radentscheid Bayern"

Der Radentscheid Bayern fordert ein durchgängiges alltagstaugliches Radwegenetz in ganz Bayern, zwischen und in den Orten, den Ausbau von kreuzungsfreien Radwegen, von Radschnellwegen, Abstellanlagen und Rad-Mitnahmemöglichkeiten. Darüberhinaus klare Zuständigkeiten, wer für den Bau und Unterhalt von Radwegen zuständig ist. Da es sich um ein Volksbegehren handelt, muss streng nach Orten getrennt gesammelt werden. Folgende Infostände sind hierzu geplant:

  • Samstag, 06.08.2022 von 10.00 Uhr -  12.00 Uhr
  • Samstag, 13.08.2022 von 10.00 Uhr -  12.00 Uhr
  • Samstag, 10.09.2022 von 10.00 Uhr -  12.00 Uhr
  • Samstag, 17.09.2022 von 10.00 Uhr -  12.00 Uhr

Das Foto zeigt Roswitha Bendl und Wolfgang Reiter vom ÖDP-Kreisvorstand, die sich trotz strömenden Regens nicht abhalten ließen, Unterschriften für den Radentscheid Bayern zu sammeln.

Auf dem Land fehlt ein Alltagsradwegenetz zwischen den Ortschaften. Oft hat man nur die Wahl zwischen holprigen Feldwegen oder gefährlichem Radeln auf der Landstraße, wo man mit sehr hohen Geschwindigkeiten und wenig Abstand von schweren Kfz überholt wird. Radmitnahme in Bus und Bahn ist teuer, nicht garantiert oder meist gar nicht erst möglich.

In 11 bayerischen Städten wurden deshalb über 240.000 Unterschriften für eine bessere und sichere Radinfrastruktur gesammelt. Die Umsetzung geht aber kaum voran – weil Ressourcen fehlen und weil die längst nicht mehr zeitgemäßen Richtlinien und Straßenverkehrsgesetze eine bessere Radinfrastruktur verhindern. Das wollen wir ändern – mit einem Radgesetz, das die Staatsregierung verpflichtet, nicht nur von umweltfreundlicher Mobilität zu reden, sondern diese auch rasch zu ermöglichen.

Radwege, Abstellanlagen und Radmitnahmemöglichkeiten fehlen in vielen Städten und Gemeinden oder sind häufig so dürftig und unsicher, dass sie nicht zum Radfahren einladen.

Auch der Ausbau von sicheren Radverbindungen zwischen den Städten, Gemeinden und Orten entlang oder parallel zu Staatsstraßen, der Freistaat zuständig ist, hinkt vielen anderen Bundesländern hinterher.

Damit mehr Menschen öfter vom Auto aufs Fahrrad umsteigen und das Ziel von merklich mehr Fahrrädern auf den Straßen und Radwegen erreicht werden kann, müssen sich Radfahrende sicherer fühlen. Eine entsprechende Infrastruktur schafft mehr Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer – subjektiv und objektiv.

Der Radentscheid Bayern fordert, dass der Sanierungsstau beim Bau und Unterhalt des bestehenden Radwegenetzes behoben wird. Bei allen Baumaßnahmen und Sanierungen muss eine bedarfsgerechte, sichere und möglichst kreuzungsfreie Radverkehrsführung geplant werden, die auch die Bedürfnisse jenseits des „normalen“ Zweirads berücksichtigt, wie z. B. von Familien mit Lastenrädern oder Kinderanhängern oder von Menschen mit Spezialrädern für körperliche Einschränkungen.

Bei allen Straßenbaumaßnahmen ist bereits im Rahmen der ersten Planungen zu prüfen, wie eine geeignete, bedarfsgerechte und sichere Radverkehrsführung geschaffen werden oder diese verbessert werden kann.

Die Verkehrsmittel des Umweltverbundes (Fuß, Rad, und Öffentlicher Personenverkehr) sollen ausgebaut werden und gut kombinierbar sein (z. B. durch den vermehrten Bau von Fahrradstationen).

 

Der Radentscheid Bayern hat das Ziel, die intermodale Nutzung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zu erleichtern. Hierfür muss die Fahrradmitnahme in Öffentlichen Verkehrsmitteln künftig günstig und überall möglich sein. Der Ausbau von Fahrradabstellmöglichkeiten muss forciert werden – an Bahnhöfen idealerweise als Fahrradstationen für witterungsgeschütztes, komfortables und sicheres Abstellen.

Insbesondere in ländlichen Regionen können sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder dazu beitragen, dass mehr Menschen Bus und Bahn nutzen.

Nach dem Vorbild der Niederlande und von Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen sollen auch in Bayern endlich kreuzungsfreie und direkte Überland-Radwege (sog. Radschnellverbindungen) geschaffen werden.

Während andere Bundesländer – insbesondere in Metropolregionen für Berufspendler längst Radschnellwege gebaut haben –, hinkt Bayern bei der Umsetzung klar hinterher und ist bislang kaum über Machbarkeitsstudien hinausgekommen. Die Kommunen sind hier oft überfordert. Mit dem Radentscheid Bayern soll sich das ändern. Der Freistaat soll die überregionale Planung von Radschnellverbindungen in die Hand nehmen und diese planen, bauen und unterhalten.

Es ist darauf zu achten, dass möglichst wenig Fläche in Anspruch genommen und möglichst wenig versiegelt wird.

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