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Pressemitteilung

Bayerischer Landtag lässt junge Familien im Regen stehen – Familienförderung praktisch abgeschafft

Die komplette Streichung des Kinderstartgeldes bei gleichzeitigem Anstieg der Kitagebühren nimmt vor allem jungen, finanziell nicht so gut gestellten Familien die Chance, Kinder auch finanzieren zu können, so die Diplom-Sozialpädagogin Martha Altweck-Glöbl in Riedersheim im Landkreis Erding. Auch deshalb setzt sich die ÖDP für eine Familienförderung in den ersten 3 Jahren des Kindes ein.

Die ÖDP-Landratskandidatin Christina Treffler aus Erding begrüßte die stellvertretende Landrätin aus Straubing/Bogen Martha Altweck-Glöbl

Am 21.01.2026 besuchte die stellvertretende Landrätin aus dem Landkreis Straubing-Bogen Martha Alweck Glöbl den Landkreis Erding für einen Vortrag zum Thema „Kindererziehung in der Familie fördern - Kitas entlasten“ beim Wirt z Riedersheim.

Vehement stellte die Diplom-Sozialpädagogin Altweck-Glöbl klar, dass die ersten drei Jahre der Kindererziehung in die Familie gehören. Die Bindung an die primären Bezugspersonen spielen für die spätere Entwicklung der Kinder eine fundamentale Rolle. Was auch durch wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt wird. Denn erst ab dem Alter von ca 3 Jahren sind Kinder in der Lage, auch mit mehreren Bezugspersonen klar zu kommen.  Deshalb sieht die ÖDP die Einführung des Rechtsanspruchs auf Kinderbetreuung ab dem 1.Lebensjahr sehr kritisch. Der Politik geht es mit diesem Rechtsanspruch darum, Mütter möglichst schnell wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren.

Da der Fachkräftemangel bisher den Ausbau der Kitas stark gebremst hat, hat die bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales Ulrike Scharf sogenannte Assistenzkräfte zur Unterstützung des pädagogischen Fachpersonals in Kitas zugelassen. Damit, so Altweck-Glöbl werde der Beruf des Erziehers deutlich abgewertet, weil man sich die Ausbildung sparen kann und mit einer „Schnellausbildung“ trotzdem in den Kitas arbeiten kann. Aber gerade für den Bereich ab dem ersten Lebensjahr wäre besonders gut geschultes Personal eigentlich notwendig.

Als größten Fehler der bayerischen Landesregierung bewertete Altweck-Glöbl die Streichung des bayerischen Familiengeldes. Das Familiengeld ermöglichte vielen Familien, frei zu entscheiden, ob sie ihre Kinder in den ersten drei Jahren zuhause erziehen wollen oder nicht.

2026 sollte das Familiengeld durch ein gekürztes Kinderstartgeld ersetzt werden. Aber dieses Kinderstartgeld wurde vom Landtag jetzt auch noch komplett gestrichen. Damit nimmt der bayerische Landtag den finanziell nicht so gut gestellten Familien die freie Wahlmöglichkeit, ob sie ihre Kinder länger zuhause erziehen wollen oder nicht. Der Fachkräftemangel führt zudem dazu, dass die Kosten in den Kitas weiter steigen. Gerade in den Ballungsgebieten wir z.B. in München steigen derzeit die Gebühren für einen Kitaplatz so stark an, dass finanziell nicht so gut gestellte Familien sich das auch nicht mehr leisten können. Der bayerische Landtag hat damit den jungen Familien mit der kompletten Streichung der Familienförderung einen Bärendienst erwiesen.

Engagiert stelle die Diplom-Sozialpädagogin Martha Altweck-Glöbl klar, wie wichtig gerade die ersten drei Jahre für die Kindesentwicklung sind. Genau deshalb ist in diesem Bereich eine Familienförderung unverzichtbar!

Autor/in:
Wolfgang Reiter
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